Babys lieben es getragen zu werden!

Babys in Tragetüchern oder Tragehilfen – eng an den Körper der Eltern geschmiegt – sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Immer öfter können wir sie zufrieden schlummernd, oder etwas größer mit wachen Augen ihre Umwelt erkundend, sicher aufgehoben am Körper der Erwachsenen sehen.

Warum tragen wir unsere Babys

Evolutionsgeschichtlich sind unsere Babys „Traglinge“, keine „Lieglinge“. Das erklärt, warum sie so häufig weinen, wenn sie abgelegt werden. Unsere „genetische Festplatte“ ist auf ca. 30.000 Jahre programmiert. Da spielte der Kinderwagen natürlich noch keine Rolle, sondern die Mutter nahm ihr Kind beim Sammeln von Beeren, Wurzeln und Früchten mit. Abgelegt zu Hause wäre es sonst sicherlich Opfer von wilden Tieren geworden.

Das Getragenwerden aber bedeutet für das Baby Sicherheit, Rhythmus und Geborgenheit. Der Körperkontakt ist für sie nachweislich lebensnotwendig. Das wussten schon Kaiser Friedrich der II. und der österreichisch-amerikanisch Psychoanalytiker Réné Spitz.

In vielen Ländern, wie zum Beispiel Japan, Indonesien und etlichen Gebieten Afrikas, ist bis heute selbstverständlich die Kinder gut gebunden am Körper mit sich umher zu tragen. Bei uns allerdings musste das Tragen in den 70er Jahren erst wieder in Erinnerung gerufen werden, obwohl in unserer Kultur auch schon getragen wurde. Es gibt zum Beispiel so genannte Hockmäntel aus dem vergangenen Jahrhundert. Diese hatten eine eingenähte Schlinge, in der das Kind warm uns sicher saß.

Beim Tragen von Babys sind die folgenden Dinge positiv hervorzuheben:

  • Das Kind spürt die Wärme und den Herzschlag der Eltern
  • Eine weiche Umhüllung sorgt für Wohlbefinden und Entspannung
  • Die anatomisch wichtige Spreiz-Anhockhaltung unterstützt die Hüftreifung optimal
  • Durch die Bauch-an-Bauch-Haltung bei den kleineren Kindern kommt es zu einer sanften Massage
  • Ein beruhigender Rhythmus durch die ständige Bewegung fördert den Gleichgewichtssinn der Babys
  • Die Kleiner erleben weniger Aufregung uns Stress
  • Das Gefühl am sichern Ort, nämlich dem Körper der Eltern gut aufgehoben zu sein, unterstützt das Urvertrauen und somit langfristig auch das Selbstvertrauen unserer Kinder

Damit all dies gut gelingt und auch die Eltern das Tragen ohne Verspannungen und Rückenschmerzen genießen können, sind beim Kauf eines Tragetuchs oder einer Tragehilfe folgende Merkmale wichtig:

  • Ein breiter, verstellbarer Steg zwischen den Kniekehlen des Babys sorgt für die gewünschte Spreiz-Anhockhaltung und verhindert das Herunterhängen der Babybeinchen
  • Der natürliche Rundrücken des Babys sollte immer unterstützt werden, bei kleineren Kindern muss auch der Kopf eine Unterstützung haben
  • Tragetücher sollten diagonal dehnbar und somit etwas elastisch sein
  • Tragetücher und Tragehilfen sollten grundsätzlich aus geprüftem, schadstofffreiem Material bestehen
  • Bei so genannten Komforttragehilfen ist darauf zu achten, dass der Hüftgurt für den Träger stufenlos verstellbar und die Schultergurte gut gepolstert sind, um den Rücken der Eltern zu entlasten und das Gewicht optimal zu verteilen
  • Tragehilfen und Tragetücher müssen immer eng am Körper sitzen

Es gibt heutzutage eine große Auswahl an Tüchern und Tragehilfen. Mir hat eine Trageberatung direkt nach der Geburt sehr geholfen die richtige Trage zu finden!

Eine Trageberaterin kommt in der Regel zu euch nach hause und informiert und berät ausgiebig zum Thema Tragen. Sie bringt unterschiedliche Tücher und Babytragen mit und ihr könnt in aller Ruhe ausprobieren, welche Art des Tragens für euch die Richtige ist!

Auf der SeiteTragenetzwerk könnt ihr euch weitere Informationen holen und nach Trageberaterinnen suchen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

https://tragenetzwerk.de/index.php/beraterinnenliste/uebersichtskarte

Ich persönlich liebe zum Beispiel die Bondolino Babytragen, die es in vielen unterschiedlichen Größen und Designs gibt. *Werbung ohne Auftrag* 🙂

Und wir hatten auch eine Fräulein Hübsch Trage, die ich viel genutzt habe

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