Mit den Kindern in einem Bett schlafen? Was nach schlaflosen Nächten klingt, ist für uns eine optimale Lösung, um das Bedürfnis nach Nähe zu befriedigen und als Familie einen ruhigen Nachtschlaf zu bekommen. Doch wie ist es mit der Sicherheit?

Wenn wir darüber sprechen, dass die beiden kleinen Kinder bei uns im Familienbett schlafen, hören wir oft dieselben Fragen:

„Wie findet ihr da Zeit für euch als Paar?“ und „Ist das nicht gefährlich für die Kinder?“

Die Zeit als Paar findet man immer, wenn man nur möchte. Sehr interessant ist aber durchaus die Frage nach der Sicherheit. Der plötzliche Kindstod ist bei Eltern immer ein Thema. Bereits im Krankenhaus wird darauf verwiesen, dass das Baby im eigenen Bett schlafen soll. Doch wie gefährlich ist das Familienbett wirklich? Es gibt eine Studie von Peter S. Blair und seinem Team, die sich mit dem Thema beschäftigt. Sie sagt aus, dass für reifgeborene Kinder ein Familienbett eine sichere Schlafumgebung darstellt, wenn die bekannten Risikofaktoren ausgeschlossen werden. Diese sind:

  • Sichere Schlafumgebung: Beim Familienbett handelt es sich um ein Bett mit Matratze und nicht um ein Sofa.
  • Kein Drogenkonsum: Die Eltern haben keine Drogen konsumiert oder Tabletten eingenommen.
  • Kein Alkoholkonsum: Die Eltern haben keinen Alkohol konsumiert.
  • Nichtraucher: Die Eltern sind Nichtraucher.

Die gute Nachricht ist also: Das Familienbett ist sicher, wenn die genannten Faktoren beachtet werden.

Was kann ich für die Sicherheit im Familienbett tun?

Der wissenschaftliche Teil in Bezug auf das Familienbett ist aber nur ein Faktor. Für uns war wichtig, dass wir auch für Sicherheit sorgen. Daher haben wir das Bett abgesichert durch einen Rausfallschutz. In der ersten Zeit, als die Kinder noch klein waren, hatten wir ein Beistellbett an der Seite. Dieses war als Rausfallschutz ebenfalls sehr hilfreich. Sobald die Kinder jedoch größer werden, musste eine andere Lösung her. Es gibt einen Schutz, der sich einfach am Bett befestigen lässt. Unsere Variante hat einen Mesh-Stoff. Selbst wenn das Kind also mal sehr nahe am Rausfallschutz liegt, kann es gut atmen. Abgesichert haben wir beide Bettseiten auf voller Länge.

Auch bei den Kissen haben wir Veränderungen vorgenommen. Wir haben uns für den Kauf von festen Kissen entschieden. Es handelt sich hierbei um Nackenkissen, die aus Schaum bestehen. Es ist nicht möglich, dass die Kinder sich mit ihren Köpfchen in die Kissen wühlen.

Ein großes Thema sind auch die Decken. Wir können auf Decken nicht verzichten, da wir sonst nicht schlafen können. Sie stellen jedoch ein potenzielles Risiko für die Kinder da, vor allem wenn diese noch recht klein sind. Wir wickeln uns in die Decken ein, stecken diese also unter unserem Körper fest. Die Kinder werden nicht zugedeckt. Sie tragen einen Schlafsack oder nur einen Schlafanzug.

Tipp: Wer unsicher ist und Sorge hat, im Schlaf auf das Baby zu rollen, der kann zu einem sogenannten Babynest greifen. Die weichen Begrenzungen sorgen dafür, dass das Baby gut geschützt ist und dennoch neben Mama und Papa schläft.

Mehrere Kinder im Familienbett – Mama und Papa als Begrenzung

Wir teilen das Bett mit einem Baby und einem Kleinkind. Dadurch stellt sich natürlich die Frage, wer wo liegt. Unser Kleinkind ist immer sehr aktiv in der Nacht. Es dreht und wendet sich, schmeißt die Arme und Beine in alle Richtungen. Das ist bereits für uns eine Herausforderung. Für ein Baby kann es aber richtig gefährlich werden. Daher ist das oberste Gebot: Die Kinder schlafen nicht nebeneinander. Einer von uns Eltern – oder wir beide – bilden eine Begrenzung. Am Morgen und am Abend können die Geschwister gerne kuscheln. In der Nacht jedoch achten wir darauf, dass beide in Ruhe schlafen können.

Das Familienbett kann für alle Beteiligten eine optimale Lösung darstellen. Es ist aber nur eine Möglichkeit, die für die Familie passen muss. Einige Kinder schlafen ruhiger in ihrem eigenen Bett. Hier hilft es nur, in Ruhe zu testen.

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