© Jure Gasparic 2017

Für Kinder ist jeder Bereich spannend und daher haben wir Eltern es normalerweise recht leicht, den Nachwuchs zu begeistern. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wald. Bei einem Spaziergang lassen sich spielend verschiedene Informationen rund um die Natur vermitteln.

Der Wald ist ein großer Spielplatz in der Natur, der jedoch mit Rücksicht und dem Blick für das Detail genutzt werden sollte. Dies den Kindern zu vermitteln, ist die Aufgabe der Eltern. Oft reicht schon ein kleiner Input aus, damit die Kinder den Wald wahrnehmen, in ihm ein wenig abschalten und vielleicht sogar Dinge zum Spielen finden können.

Sich Zeit nehmen und den Wald auf sich wirken lassen

Nicht immer müssen nur die Kinder lernen. Auch wir Eltern haben die Möglichkeit, durch den Nachwuchs noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Natur rund um uns zu bekommen. Das beginnt bereits damit, dass wir für den Spaziergang im Wald möglichst viel Zeit einplanen sollten. Die Kinder dürfen entscheiden, wie schnell oder auch wie langsam es durch den Wald geht. Hier reicht es schon, als Eltern zu beobachten. Während die eine Strecke gerade noch gerannt wurde, ist im nächsten Abschnitt schon etwas ganz besonders Tolles auf dem Boden zu finden, das erst einmal beobachtet werden muss.

Doch nicht nur mit den Augen kann der Wald genossen werden. Auch die Ohren sind immer offen zu halten. Gerade im Wald sind zahlreiche Geräusche zu hören. Vom Rauschen der Blätter über das Knacken der Äste bis hin zum Singen der Vögel können Kinder hier die Welt entdecken.

Auf die Suche nach besonderen Schätzen gehen

Natürlich ist es wichtig, als Eltern zu vermitteln, dass der Wald möglichst unberührt genossen werden sollte. Das heißt, es werden keine Blätter von den Bäumen abgerissen, wir treten nicht auf die Wiesen und fassen auch die Futterkrippen nicht an. Dennoch kann man gerade im Wald auf die Suche nach tollen Schätzen gehen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, etwas zu entdecken.

Mit den Kindern lässt sich daraus ein tolles Spiel machen. So können Eltern fragen, wer zuerst einen Tannenzapfen findet und ob es diesen auch in unterschiedlichen Größen gibt. Mit älteren Kindern ist es sogar möglich, nach Blättern von bestimmten Bäumen zu suchen. So lernen sie gleich, wie die Blätter geformt sind und wie sie aussehen.

Das Schöne an diesem Spiel ist auch, dass die Kinder lernen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Schätze anfassen. Moos ist weich, der Tannenzapfen kann piksen und die Blätter sind manchmal feucht. So können Kinder den Wald mit allen Sinnen aufnehmen.

Tipp: Nicht alle Schätze müssen mit nach Hause genommen werden. Es reicht auch aus, sie einfach zu entdecken und dort dann für die Tiere des Waldes liegen zu lassen.

Ein Picknick im Wald

Abhängig vom Wetter kann es ein besonderes Erlebnis sein, ein Picknick im Wald zu machen. Mama und Papa packen ein paar Brote ein und viel Obst und Gemüse. Vielleicht finden sich sogar im Wald einige Blaubeeren oder auch Walderdbeeren. Diese können gepflückt, mit ein wenig Wasser aus der Flasche abgewaschen und dann in den Mund gesteckt werden.

Auf der Suche nach einem schönen Platz für das Picknick entdecken Kinder kleine Lichtungen, schattige Bereiche und vielleicht sogar ein paar Bänke im Wald, an denen Rast gemacht werden kann.

Den Besuch im Wald anschließend gemeinsam durchgehen

Kinder haben viele Fragen und nicht alle Fragen fallen ihnen auch direkt vor Ort ein. Wenn Eltern sich die Zeit nehmen und auch nach dem Besuch im Wald noch Fragen beantworten, lässt sich der Wissensdurst stillen. Hier kann es sinnvoll sein, beispielsweise ein paar Blätter zu sammeln, diese zu trocknen und dann in einem Buch zu schauen, von welchem Baum sie stammen. Die Kinder können aufmalen, was sie alles gesehen haben. Es kann ein kleines Quiz gemacht werden, welche Tiere im Wald leben, welche Geräusche gehört wurden und wie es im Wald riecht. So kommen auch ein paar neue Ideen für den nächsten Besuch auf.

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