Vielleicht hast du schon einmal mit Erschrecken festgestellt, dass dein Baby unter einem pickeligen Hautausschlag leidet, der oft von einem unangenehmen Juckreiz begleitet wird. Doch auch, wenn der Anblick dir erst einmal Angst macht, solltest du unbedingt Ruhe bewahren, denn oft ist der Hautausschlag bei Babys unbedenklich.

Welche Formen von Hautausschlägen es bei Neugeborenen gibt, wie du sie erkennst und wann du unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Eines vorab: Wenn dein Baby neben den Pusteln weitere Krankheitszeichen wie beispielsweise Fieber zeigt, zögere bitte nicht, sondern begib dich umgehend zu einem Arzt. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung oder Behandlung.

Hautausschläge bei Babys und ihre Anzeichen

Typische Anzeichen für einen Hautausschlag bei Neugeborenen sind:

  • kleine, weiße Pickel im Gesicht
  • wunde Stellen (beispielsweise am Po)
  • vermehrte Schuppenbildung
  • gerötete, entzündete und nässende Stellen
  • kleine, rote Flecken am ganzen Körper
  • Hitze- und Kältepickel

Schuppige Haut im Kopfbereich deutet auf Milchschorf hin

Milchschorf tritt bei Säuglingen und Kleinkindern häufig auf und zeigt sich durch eine schuppige Kopfhaut, die mit einem unangenehmen Juckreiz verbunden sein kann. Außerdem kann es zu Verkrustungen kommen.

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Baby unter Milchschorf leidet, solltest du einen Kinderarzt aufsuchen, denn die Schuppenbildung am Kopf und im Gesicht kann ein Anzeichen für eine entstehende Neurodermitis sein.

Eine harmlosere Variante hiervon ist der sogenannte „Kopfgneis“, der oft ähnliche Symptome zeigt, jedoch nur in wenigen Fällen mit einem Juckreiz verbunden ist. Er bedarf in der Regel keinerlei Behandlung.

Entferne in beiden Fällen die Schuppen nicht, denn hierdurch können schmerzhafte Wunden entstehen, die deinem Neugeborenen stark zu schaffen machen würden.

Neurodermitis: nässende und entzündete Stellen am Körper

Entdeckst du bei deinem Baby entzündete und stark nässende, rote Stellen im Gesicht oder beispielsweise an den Ellenbogen, solltest du ebenfalls einen Arzt aufsuchen. Auch hierbei kann es sich um eine Neurodermitis handeln, die bereits mit wenigen Lebenswochen die ersten Symptome zeigen kann.

Der Arzt wird einige Untersuchungen durchführen. Stellt er die Diagnose „Neurodermitis“, erfolgt eine auf die Bedürfnisse deines Kindes abgestimmte Behandlung, die deinem kleinen Schatz schnell Linderung verschafft.

Milien treten meist unmittelbar nach der Geburt auf

Die sogenannten „Milien“ sind kleine, weiße Pickel, die sich im Gesicht des Babys ausbreiten, und zwar meist innerhalb der ersten Lebenswochen. Auch wenn es dir das Herz zerreißt, musst du dir keine Sorgen machen. Milien sind harmlos und verschwinden von selbst wieder, weshalb du keinesfalls daran herumdoktern solltest. Sie werden lediglich durch verstopfte Talgdrüsen ausgelöst.

Starke Rötungen und Pusteln bei einer Kontaktallergie

Nicht selten leiden bereits Babys unter einer Kontaktallergie. Wenn du beispielsweise neue Kleidung kaufst und dein Neugeborenes im jeweiligen Bereich Rötungen oder Pusteln aufweist, könnte es sein, dass es auf irgendeinen Inhaltsstoff allergisch reagiert. Vor allem Kleidungsstücke, die stark mit Chemikalien behaftet sind oder damit behandelt wurden, können derartige Kontaktallergien auslösen.

In diesem Fall entferne unbedingt den „Störenfried“, sofern du ihn ausfindig machen kannst, und vereinbare mit deinem Baby einen Termin beim Hautarzt, um einen Allergietest durchführen zu lassen.

Übrigens sind sämtliche Produkte, die du in meinem Shop findest, hautfreundlich und unbedenklich, denn ich suche sehr sorgfältig nach geeigneten Produkten, die dein Baby lieben wird.

Wunder Po bei Windeldermatitis

Die Windeldermatitis tritt bei vielen Neugeborenen auf und kann als unbedenklich eingestuft werden. Im Bereich des Pos – also dort, wo die Windel sitzt – bilden sich Rötungen und Hautreizungen, die dem Kleinen Schmerzen bereiten können.

Verwende am besten eine Wundschutzcreme, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Sollte dein Baby immer wieder unter Windeldermatitis leiden, sorge am besten dafür, dass es frühzeitig aufs Töpfchen geht.

Rote Pickelchen und raue Stellen bei Hitzeempfindlichkeit

Die roten Pickelchen wirst du wahrscheinlich in den Sommermonaten entdecken. Sie deuten auf eine Hitzeempfindlichkeit hin und bilden sich überall dort, wo „Stauwärme“ herrscht. Sie können also beispielsweise an den Armen oder an den Beinen auftreten, wenn dein Kind im Sommer lange Kleidung trägt.

Deutlich seltener treten während der kalten Jahreszeit die Kältepickel auf, die ähnliche Anzeichen aufweisen.

Beides ist unbedenklich. Du solltest jedoch unbedingt für eine optimale Luftzirkulation sorgen, damit die Haut deines Babys optimal atmen kann. Dann bilden sich die Pusteln von allein zurück.

Bei Dreitagefieber sofort zum Arzt

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Das Dreitagefieber, welches im späteren Verlauf zur Bildung roter Flecken führen kann, zeichnet sich durch starkes Fieber aus. Wenn du dieses feststellst, solltest du umgehend mit deinem Baby zum Arzt gehen, damit dieser entsprechende Medikamente verordnen kann.

Nach Abklingen des Fiebers bilden sich rote Flecken, die nach einigen Tagen wieder abklingen.

Hautausschlag bei Babys: Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Wenn du einen auf den ersten Blick unbedenklichen Hautausschlag bei deinem Neugeborenen feststellst, musst du dir meist keine Sorgen machen, solange dein Baby nicht darauf reagiert. Stellst du jedoch fest, dass dein Kleines unter einem starken Juckreiz oder gar unter Schmerzen leidet oder weitere Symptome wie Fieber oder Atemnot aufweist, zögere bitte nicht, sondern gehe sofort zum Kinderarzt!

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